Heißt es in einem Kindergarten: „Heute kommt der Kasper“, sind die Kinder sofort freudig zur Stelle, stellen eifrig Stühle auf und sitzen in ruhiger Erwartung schon vorzeitig da.

Diese Freude ist schon Grund genug, dass wir jeden Freitag Puppentheater in unserer Einrichtungen spielen.Jeder, der schon einmal dabei war, hat mit Sicherheit erlebt, wie sich den Kindern eine magische Welt öffnete, sie tauchen mit Leib und Seele ein. Sitzt man neben einem gebannten Kind spürt man förmlich, wie der Körper sich in einen Resonanzraum verwandelt. Das Kind ist vollständig mit dem Aufnehmen, Mitgehen und Suchen von Lösungen befasst. Bei spannenden Stellen richtet sich der Körper auf, wenn sich die Spannung in der Geschichte löst, kann auch der kindliche Leib etwas relaxen.

Das Sich-Hineinbegeben in die Welt des Spiels mit Puppen und erst recht mit Handpuppen, öffnet die Kinder, sie werden aufmerksam, sind leidenschaftlich dabei und entscheiden enthusiastisch, wenn sie gefragt werden. Aus Untersuchungen ist bekannt, dass Kinder in Momenten, da sie mit vollem Interesse bei der Sache sind, sprich sich persönlich angesprochen fühlen, am meisten lernen.